Doppeltes Spiel: Diese Fußballer waren in Wettskandale verwickelt!

Auch Fußballerspieler sind vor dem Wettspiel nicht gefeit. Ganz im Gegenteil: Hier gibt es zahlreiche lukrative Angebote, sich durch ein doppeltes Spiel noch zusätzlich Geld dazuzuverdienen. Denn zum eigentlichen Fußballspiel und dem saftigen Gehalt kommt noch die saftige Beteiligung aus dubiosen Geschäften mit der Wettmafia. Welche Fußballspieler den Versuchungen der Wettskandale unterlagen, erfahren Sie hier.

Thomas Cichon: Wettskandal aus der Bedrängnis heraus

Bei Thomas Cichon liegt ein besonderer Fall der Beteiligung an einem Wettskandal vor. Denn der ehemalige Zweitliga-Profi ließ sich nur bestechen, um seine Wettschulden zu begleichen. Er schuldete dem Besitzer eines Wettbüros 20.000 Euro und befand sich in größter Bedrängnis, da dieser mit allen Mitteln sein Geld wollte. Die Bedingung, die Schulden erlassen zu bekommen, war, beim Zweitliga-Spiel gegen den FC Augsburg eine schlechte Leistung abzuliefern. Dies tat er, wodurch der FC Augsburg mit 3:0 gewann.

CD Eldense: „Skandalgeist“ statt Teamgeist

Besonders erschütternd war für den spanischen Fußball der erst einige Jahre alte Skandal um die Mannschaft des CD Eldense. Denn diese war mehrmals an Verschiebungen beteiligt und machte durch einen Wettskandal im Zusammenhang mit der zweiten Mannschaft des F.C. Barcelona auf sich aufmerksam. Gegen diese zweite Elf hat sich der CD Eldense zu einer 0:12-Niederlage bestechen lassen, die jedem Spieler sage und schreibe 150.000 Euro einbrachte! Der spanische Fußball und der F.C. Barcelona als direkt involvierte Mannschaft rangen schockiert um Worte. Viel Freude hatten die Spieler des CD Eldense angesichts der Konsequenzen jedenfalls nicht…

Juventus Turin: Mehrfacher Meister in der zweiten Liga

Zwar ist die folgende Geschichte nicht die eines einzelnen Spielers, der am Wettskandal beteiligt war. Doch die Geschichte ist so famos wie zugleich mafiös und kriminell, dass sie ein Hollywood-Drehbuchautor kaum besser hätte schreiben können. Der zentrale Mann, der die Strippen zog, ist kein geringerer als der Manager von Juventus Turin gewesen. Luciano Moggi – so hieß er – hatte sich auf einzigartige Weise von ganz unten nach ganz oben gearbeitet. Da war es nur allzu klar, dass er zahlreiche Beziehungen vorzuweisen hatte, die er auch spielen ließ: Hier und da gab es Anrufe bei Schiedsrichtern und Beobachtern, die bestochen wurden, damit Juventus die Meisterschaft gewann. Unfassbare 29 von 38 Spielen in der Meister-Saison 2004/05 wurden auf diese Weise manipuliert. Der Top-Verein mit Weltstars wie Buffon und Del Piero musste zwei Meister-Titel abgeben und eine Saison in der zweiten Liga spielen. Zwar stieg die Mannschaft in der darauffolgenden Saison auf und die ahnungslosen Spieler gingen diesen schweren Weg mit, doch ein einzigartiger Skandal verbleibt in der Geschichte.

Fazit

Fußballer, ganze Mannschaften, Funktionäre und Schiedsrichter: Sie alle ließen sich vom Geld blenden und begeisterten sich für Wettskandale. Doch der Jubel hielt sich lediglich immer nur kurze Zeit aufrecht. Denn früher oder später kam der Dreck, den jeder am Stecken hatte, ans Licht. So endeten die Karrieren unrühmlich und hart.